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Der große Zauber der kleinen Welt: Schneeflocken im Makromodus

Wenn ich meine 69 Seiten Entwürfe durchforste, wundert mich meine aktuelle Fotografiemüdigkeit gar nicht mehr so. Ich habe soviele Herzensprojekte umgesetzt in den letzten Jahren. Strände, Feuerwerk, Seifenblasen, Raureif, Gegenlicht, Wassertropfen, Herbstblätter, Schneeflocken. Für jedes dieser Dinge hat mein Herz höher geschlagen und jedes tut es noch, wenn ich die Bilder sehe. Natürlich reizt es mich immer noch, aber das Erfolgserlebnis, der Spaß, die Freude sind nicht dieselben, da man unweigerlich zu vergleichen anfängt. Hab ich es dieses Mal besser hingebracht? Ist das Foto „perfekter“ geworden? Wenn ja, schön, wenn nein, frustrierend. Wenn ja, entwerte ich gleichzeitig das „alte“ Bild. Eine Zwickmühle. Also hat sich meine Fotografie verändert. Zur Zeit ist es einfach ein Stimmungsbarometer, eine Sammlung von Momentaufnahmen, nicht ein jagen von Motiven. Und das fühlt sich gut an, weil dadurch auch der Druck weniger geworden ist. Der Output aber natürlich auch. Was widerum damit zusammenhängt, dass der Blog ein wenig auf Sparflamme läuft und damit die Postingplattform der Bilder einen enormen Backlog aufbaut. Immerhin habt ihr die Ponta da Piedade noch nicht gesehen, das Schloss Miramare, das meiste von Kroatien und von Amerika, Kuba und Mexiko will ich gar nicht erst anfangen. Was für eine Einleitung. Eigentlich wollte ich die gar nicht schreiben. Nunja, jetzt steht sie da und für euch gibt es erstmal: Schneeflocken.

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Amsterdam 1: Stadtimpressionen mit Spiegelungen, #puddlegram und ein bisschen Poesie.

„Es war ein ruhiger Tag, also saß ich am Tresen, las in einem Buch und blickte in die Zukunft.“
aus dem Buch „Das Labyrinth von London“ – Benedict Jacka.
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Fotografie Neuerscheinung Reflexion Wien

S T O P P ft. Schönbrunn im Herbst

Vor einiger Zeit stolperte ich wieder über meine Hochzeitsfotos und erinnerte mich an all die wunderbaren Dinge, die das Jahr 2017 bereithielt. Es war kurz nachdem ich die erste Jahreshälfte von 2018 revue passieren ließ. Während ich 2017 durchwegs mit freundlichen Gedanken gegenüberstehe, ist das bei diesem Jahr anders. Während 2017 mit all den schönen Dingen gefüllt war, mit Hochzeitsvorbereitungen, Zeit mit Freunden, neuen Erfahrungen über und unter dem Meeresspiegel, denke ich bei 2018 an den Tod von vier Menschen, an niederschmetternde Erlebnisse rund um den Familienbetrieb und die darin verwobene Familie, an enormen Gegenwind beim Vorhaben, meiner Entscheidungen wieder habhaft zu werden, und und und. Doch dann, irgendwann plötzlich, kippt ein Schalter. Während ich am einen Tag noch knapp an einem Mininervenzusammenbruch vorbeigeschrammt war, bei dem ich mit dem Kopf in den Händen wimmerte, dass ich jetzt keine Caches mehr suchen oder sonst etwas tun will, sondern mich einfach nur zuhause auf der Couch vor Prime und Netflix vergraben möchte, weil mir zu allem anderen schlicht die Kraft fehlt, plante ich kurze Zeit später nach einem Polterwochenende und einem Minibloggertreffen noch einen kleinen Kroatien-Roadtrip hinten dran. Während ich am Montag noch zeterte, dass Dieser oder Jener mit dem Kopf in den Wolken und ein anderer mit den Klauen viel zu nah an mir dran die Planung meiner zukünftigen Lebenssituation durcheinander brachten und irgendwie unmöglich machten, sehe ich am Freitag die Option für etwas ganz Neues, Unbelastetes, aber doch Machbares.

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Österreich Fotografie Neuerscheinung Reflexion

Schlögener Schlinge – ein Symbol für das Leben.

Montag, 15. Oktober:

C., wenn du zuhause bist und einen ruhigen Moment hast, kann ich dich dann anrufen?

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Fotografie Motivation Natur Neuerscheinung

Herbstbunt im Abendgegenlicht

Ich erinnere mich recht deutlich daran, wie ich in meinem Beitrag zur Blogpause geschrieben habe, dass es für mich genug Tod und Katastrophen in diesem Jahr gegeben hat. Ich spoilere: das Universum schien das anders zu sehen. Es hat eine Geschichte, die es am besten nur in der Fiktion geben sollte, in die Realität geholt. Es fühlt sich an, als würde kosmisch eine Art Umbruch passieren. Wobei, eigentlich weiß ich nicht, wonach es sich anfühlt. Es fühlt sich danach an, als möchte man Sinn suchen und weil man keinen findet, interpretiert man Schwingungen auf der ganz großen Ebene, die wir ohnehin nicht fassen können.

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Fotografie Natur Neuerscheinung

Frühsommermohnblumenwiesen II & [Wort] Liebreiz

Letztes Jahr zwischen Mai und Juni, da war ich endlich einmal zuhause, frei im Kopf und in der Lage, mich auf Mohnblumenjagd zu begeben. Wie manche von euch vielleicht schon wissen, sind sie meine allerliebsten Pflanzengewächse. Ich habe in Summe nicht so arg viel übrig für Blumen, meist wachsen sie in Wiesen, wo es kreucht und fleucht, summt und surrt und Sechs- und Achtbeiner mag ich ja – mal abgesehen von Hummeln, Bienen, Marienkäfern und Grashüpfern – nicht so besonders. Das hohe Gras sticht, irgendwas läuft einem immer über die Beine, Mücken stechen und überhaupt. Jaja, ich bin ein Draußenkind, trotzdem. Aber Mohnblumen, die haben mich erwischt. Als sie damals zwischen den Bahngleisen wuchsen, obwohl im Viertelstundentakt ein Zug über sie hinwegfuhr, als ich erkannte, dass sie so fragil sind, so großen Kräften ausgesetzt sind, auf den Boden gedrückt werden, sich immer wieder aufrichten, verblühen und im Jahr darauf wieder kommen, habe ich etwas Grundlegendes über das Leben verstanden und darum sind und bleiben sie für mich etwas Besonderes. Die erste Mohnblume des Jahres, die ich entdecke, muss ich immer fotografieren, so will es mein Gesetz. Ich bemerke sie immer, ich genieße ihren Anblick, ich jage vermutlich für immer „meinem perfekten Foto“ hinterher. Ein paar vom letzten Jahr kommen dem schon recht nahe (für mich).

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Europa Fotografie Motivation Neuerscheinung

Meine „Idee Sommer“

Platon schrieb in seinem philosophischen Lebenswerk über die Ideenwelt. Kurz umrissen stellt er sich vor, dass in unseren Köpfen zu allen Dingen, die wir kennen, eine „perfekte Idee“ existiert, aus der wir dann reale Dinge ableiten und erkennen können. Das bedeutet also, wenn wir ein Pferd sehen, erkennen wir es als solches, obwohl das Pferd in unserer Vorstellung, wenn wir an den Begriff denken, vermutlich anders aussieht, als ein x-beliebiges, das wir in der Realität sehen. Dennoch wissen wir, dass es ein Pferd ist. Ich finde diese Gedanken durchaus spannend und entdecke doch in der Realität immer wieder Dinge, bei denen mir sofort das Konzept der „perfekten Idee“ durch den Kopf schießt. So passierte es mir bei den ur, uralten Bildern aus Kos, über die ich unlängst stolperte.

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Fotografie Neuerscheinung

Frühling in der Stadt: Blütenwahnsinn

Es ist Frühling. Endlich. So lange haben wir dieses Mal gewartet. So sehnlichst auf die ersten, wärmenden Sonnenstrahlen gehofft. Und dann war er da. Wie eine Explosion wurde alles bunt und grün. Krach, bumm, WOW!

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Fotografie Neuerscheinung

Fotostopps durch Portugal: Postkartenstadt Sintra

Sintra, diese kleine Stadt, nicht weit entfernt von Lissabon. Bekannt als ehemalige Sommerresidenz von Königen, mit einem Nationalpalast im maurischen und manuelinischen Stil und einer riesigen, märchenhaften, mittelalterlichen Burganlage mit besonderem Brunnenmotiv (dazu mehr ein andermal) – und noch einigem mehr.

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Fotostopps durch Portugal: Ponte Dom Luís I bei Nacht & How to: Nachtaufnahme/Langzeitbelichtung

Eine kurze Pause mit den den intensiven emotionalen Themen (Spoiler: nächste Woche geht es weiter!). Diesmal aber ein bisschen Fototechnik.

Seit einer gefühlten Ewigkeit gab es hier keine Nachtstadtaufnahmen mehr. Wobei, die Silvesterbilder von 2016/17 fallen in die Kategorie, sind aber doch irgendwie was ganz anderes. Wie auch immer, ich liebe es, Städte bei Nacht und beleuchtete Bauwerke zu fotografieren. Wenn dann noch Wasser drumherum ist, macht mein Herz einen Hüpfer.

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„Ein perfekt perfekter Tag braucht Wasser und Berge“

…diese Worte gebrauchte ich Ende September 2016, als versuchte, zum Ausdruck zu bringen, wie sehr ich diese großen und ruhigen Naturlandschaften liebe. Ich hatte mich an diesem Tag von der Zugspitze und dem Eibsee verzaubern lassen und war vollgefüllt mit Glücksgefühlen und hatte „die Füße im Laub, den Kopf in den Wolken“ – meine Beschreibung zwischen völligem geerdet sein mit der Natur und federleichtem Herzen. Nach dem großen „Ja“ am Wolfgangsee wurde dieses Zitat zu einem geflügelten Wort, an das ich immer denken muss, wenn ich grade an einem dieser zauberhaften Schauplätze sehe.

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Lichterzauber – Puddlegram & [Wort] Regenglitzer

Ich mag Spiegelungen. Und besonders mag ich die, die unter dem Hashtag #puddlegram bekannt geworden sind. Lacken (Pfützen), in denen sich irgendwas Hübsches spiegelt. Außerdem mag ich Bokeh. Und verschwimmende Lichtpunkte, die mag ich ganz besonders. Das ist für mich Weihnachten und das ist für mich die Möglichkeit, manchmal auch mitten im Jahr irgendwo auf der Welt einen Weihnachtsmoment zu erleben. Weil Weihnachten, das ist auch sowas, das man im Herzen trägt.