Künstlerische Fotografie ist nicht immer nur der Akt der Fotografie an sich. Künstlerische Fotografie ist auch die Reflexion über die eigene Sichtweise, die eigenen Perspektiven, die eigene Technik. Es gibt schaffende Phasen und es gibt ruhende Phasen. Es gibt Phasen, in denen man ständig die Kamera vor dem Auge trägt und Phasen, in denen sie verstaubt. Phasen, in denen Lightroom glüht, Phasen in denen VSCO befüllt wird und Phasen, in denen nichts davon passiert.

Nach dieser enormen Kältewelle, die uns im Februar heimgesucht hat und die über das Wochenende nochmal Fahrt aufgenommen hat, brauche ich dringend etwas Wärme am Blog und ich hoffe, euch passt ein bisschen „summerdreaming“ auch grad rein 🙂

Während meine östliche Landkarte bis vor 2 Jahren voller weißer Flecken war, füllt sie sich jetzt mit dem einen oder anderen Pin und dem Label „besucht“. Bisher habe ich euch ja schon von Maribor, Zadar, Dubrovnik bei Nacht, Prag, den Plitvicer Seen, Zagreb und Ljubljana berichtet. Heute steht ein weiteres Schmuckstück auf der Liste: Piran.

Nach dem traurigen Start in dieses Jahr, den ich mir auch hier ein klein wenig von der Seele schreiben musste, ist es Zeit, sich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden und laut und bewusst JA zu sagen zu den Dingen, die mich glücklich machen. Der perfekte Anlass dazu ist Michaels Fotoparade #FoPa Net, die 2017 in die zweite Runde geht! Nachdem ich es dieses Jahr endlich geschafft hatte, beim 1. Teil mitzumachen, will ich mir auch den zweiten nicht entgehen lassen, auch wenn der fotografisch wesentlich inaktiver war, als die ersten 6 Monate 2017. Der Weihnachtsurlaub hat mich allerdings mit traumhaftem Winterwetter tatsächlich nochmal ein bisschen rausgerissen, danke dafür an das wunderschöne Salzkammergut.

Vor einiger Zeit schrieb ich eine SMS. Das mache ich heute nur noch selten. Die meisten Menschen nutzen Whatsapp oder den Facebook Messenger und das tue ich auch. Auf SMS greift man nur noch zurück, wenn im Ausland die mobilen Daten ausgeschaltet sind (was in der EU nun erfreulicherweise auch nicht mehr notwendig ist) oder die Person am anderen Ende der Leitung kein Internet am Handy hat, wie mein Opa. SMS sind zur Rarität geworden, das kommunikative Highlight meiner Jugend ist mittlerweile irgendwas zwischen vintage, retro und oldschool.

Es gibt ein Gefühl in mir, das in letzter Zeit ganz stark immer wieder auftaucht. Immer, immer und immer wieder. In meinen Träumen, in der Nacht, in den Dingen des Alltags, abends, auf der Couch, wenn ich in der kalten Novemberluft laufe oder untertags im Büro sitze.

Es frisst sich durch die Oberfläche der Haut, durch die Muskeln und geht durch Mark und Bein. Es hängt an und in mir wie eine Klette, wie eine Mistel in den Ästen der Bäume.

Der Herbst ist da, der Sommer nur noch eine vage Erinnerung. Das Laub leuchtet in allen Farben und Vieles davon liegt schon braun in den Bordsteinkanten oder wird raschelnd vom Wind über die Straßen geweht. Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis die ersten Straßen beleuchtet und die ersten Schaufenster geschmückt werden und die Weihnachtszeit in den Fokus rückt. Doch bis dahin schwelge ich noch in sommerlichen Erinnerungen, diesmal in Graustufen, denn das Gefühl der heißen Sonne auf der Haut ist schon seit einigen Wochen verblasst.

Ein Weilchen ist es schon her, dass ich euch die Getting Ready Bilder für unsere standesamtliche Trauung gezeigt habe. Mittlerweile ist es schon fast mitte Oktober, dieser wunderbare Tag schon mehr als ein Viertel Jahr her und sogar unsere große Feier schon vorbei. Ich bin immer noch total glücklich, in Nina eine Freundin zu haben, die gleichzeitig Fotografin ist und mir die Fotobegleitung dieses Traumtages geschenkt hat, denn so kann ich ihn visuell unterstützt in der Erinnerung immer wieder erleben ❤

So meine Lieben, es ist soweit. Ihr könnt es bestimmt kaum erwarten, endlich sortiert Bilder von unserer standesamtlichen Hochzeit zu sehen 😀 Ich werde die Postings aufteilen in:

  1. Am Standesamt
  2. Paarshooting & Gruppenfotos
  3. Feier

Irgendwann im Laufe der nächsten Wochen und Monate möchte ich hier also diesen Tag noch einmal inklusive der wunderbaren Bilder, die mir die tolle Nina geschenkt hat, für euch (und ein bisschen auch für mich) aufrollen.

In meiner Suchbegriffliste, die das Dashboard von WP.com ausspuckt, befand sich einige Zeit lang folgende Frage:

Ist es dumm, die Vergangenheit nicht loszulassen?

Dass jemand über dieses Keyword auf den Episodenfilm gestoßen ist, fand ich irgendwie interessant und dachte, ich könnte diese Frage doch auch einfach aus meiner Sicht beantworten. Und irgendwie lustigerweise passt dieser Beitrag auch ganz perfekt zu einer wunderschönen Idee, auf die mich Lovisa vom Schwedenlichterblog aufmerksam gemacht hat. Denn sie fordert uns auf, die Lichtmomente unserer Kindheit zu zeigen.

Mein Hamburg-Kurzurlaub ist ja schon eine Weile her. Genau gesagt liegt mein erster Besuch in der Hansestadt bald sechs Jahre zurück – das war noch meine Zeit vor Lightroom. Darum dachte ich, ich durchforste die Bilder vom ersten Urlaub mit dem Herzmann nochmal und schaue, ob sich vielleicht eine Neuauflage lohnt. Hamburg war 2011 unser erster gemeinsamer Urlaub und hat in unserer Biografie daher eine gewisse liebevolle Sonderstellung.