Nachdem ich 351 Fotos von meiner Nikon Kamera bearbeitet aus Lightroom exportiert habe, sowie 132 Bilder aus der Olympus Unterwasserkamera, von denen ich das eine oder andere gerne als Poster bei helloprint drucken lassen will, ist es Zeit für einen ersten Post über unseren „Honeymoon in weit weit weg“ und dafür, euch zu erzählen, was ich die letzten drei Wochen in meiner vollständigen Blogabstinenz so getrieben habe.

Vor mittlerweile schon wieder einer Ewigkeit habe ich begonnen, unter meinem Fotorgafinnennamen ein Portfolio aufzubauen. Dafür war natürlich eine Sache wichtig: ein gewisser durchgängiger Bildstil. Ich hatte viel probiert und mich dann in etwas verliebt, das ich in meinen Presets „folk style“ genannt habe, da es ein bisschen in die Richtung des Folk Magazines geht. Meine Begeisterung für diesen Stil war (und ist) überschwänglich, sodass ich auch hier ein bisschen davon zeigen möchte. Manche von euch, die mir schon lange folgen, wird es vielleicht langweilen. Allen anderen zeige ich gerne eine Fotostrecke von meiner wichtigsten Reise, mit der ich begonnen habe, mein Leben und meinen Alltag, meine Gefühlswelt und Wahrnehmung umzukrempeln und zu begreifen, dass mein Leben mir gehört.

Manchmal, da tut man etwas und merkt, dass es anders ist. Eine kryptische Beschreibung für ein einfaches Erlebnis: als meine wunderbare Freundin Nina mich fragte, ob ich gemeinsam mit einer anderen ihrer Freundinnen die Eröffnungsrede zu ihrer Vernissage halten würde, sagte ich zu, obwohl ich wusste, dass sich diese Aufgabe weit außerhalb meiner Komfortzone befindet. Trotzdem war für mich aus zweierlei Gründen sofort klar, dass ich nicht nein sagen würde: Nina hatte ebenfalls ihre Komfortzone überwunden, als sie sich bereit erklärte, die Fotos für meine standesamtliche Hochzeit zu machen UND nicht umsonst habe ich „MUT“ als meinen Begriff für 2018 gewählt. Doch wie würde das laufen, wo vor fremden Menschen zu sprechen doch eine meiner größten Ängste ist?

Zum ersten Mal war ich in Paris mit Herrn Punkt, als er schon Herr Punkt war. Dabei hatte ich die winzige Panasonic Lumix, die mir die Liebe zur Fotografie eröffnet hat.

Es ist erstaunlich, wie schlecht aus heutiger Sicht die Abbildungsleistung war. Auch mein eigener Zugang zu Motiven war noch sehr – nennen wir es experimentierfreudig. Ich weiß noch, wie begeistert ich damals war, als ich rund 400 Fotos von diesen 4 Tagen nachhause brachte. Wahrscheinlich sah ich vor allem die besonderen Momente und die Hoffnung auf Heilung darin, die sich nicht erfüllte. Heute sehe ich die Bilder nüchtern, sie sind so weit weg, als wären sie fremd.

Nach dieser enormen Kältewelle, die uns im Februar heimgesucht hat und die über das Wochenende nochmal Fahrt aufgenommen hat, brauche ich dringend etwas Wärme am Blog und ich hoffe, euch passt ein bisschen „summerdreaming“ auch grad rein 🙂

Während meine östliche Landkarte bis vor 2 Jahren voller weißer Flecken war, füllt sie sich jetzt mit dem einen oder anderen Pin und dem Label „besucht“. Bisher habe ich euch ja schon von Maribor, Zadar, Dubrovnik bei Nacht, Prag, den Plitvicer Seen, Zagreb und Ljubljana berichtet. Heute steht ein weiteres Schmuckstück auf der Liste: Piran.

2017 war ein wunderbarer Sommer mit einem wunderbaren Roadtrip in den europäischen Osten. Über Slowenien fuhren wir nach Kroatien und erkundeten dort die sagenhaft schönen Strände und das türkisblaue traumhafte Meer. Zum Abschluss machten wir noch Halt in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Ich hatte keine Erwartungen an die Stadt, sie lag am Weg und bot sich zur Übernachtung an, um nicht 800 km durchfahren zu müssen. Umso überraschter war ich davon, was uns erwartete.

Langsam wird es Zeit für den letzten Beitrag von unserer Frühsommerösterreichrundfahrt 2016. Wahnsinn, wie lang es immer dauert, bis ich es dann schaffe, alle Beiträge zu einem Trip zu veröffentlichen. Ich finde es ja schon sehr bewundernswert, dass so viele Blogger das Talent haben, eine ganze Reise in nur einen Post zu packen, ohne dass der Leser in einer Bilderflut ertrinkt. Mich kurz zu fassen war aber noch nie meine Kernkompetenz. Ich wollte immer alles wissen und Details haben. Damit müsst nun auch ihr, liebe Leser, leben!

In letzter Zeit denke ich viel über unterschiedliche Dinge nach. Nicht, dass das bei mir etwas Neues wäre. Nur die Dinge, über die ich nachdenke, verändern sich. Die meiste Zeit in meinem Leben drehte sich die Reflexion über dieses vorrangig um mich. Das hat sich verändert. Vielleicht aufgrund der politischen Situation im (westlichen) Weltgeschehen, vielleicht, weil ich mich durch meine Therapie verändert habe, vielleicht, weil ich älter geworden bin und meine Lebenssituation sich im Allgemeinen einigermaßen stabil anfühlt.

Eine kurze Pause mit den den intensiven emotionalen Themen (Spoiler: nächste Woche geht es weiter!). Diesmal aber ein bisschen Fototechnik.

Seit einer gefühlten Ewigkeit gab es hier keine Nachtstadtaufnahmen mehr. Wobei, die Silvesterbilder von 2016/17 fallen in die Kategorie, sind aber doch irgendwie was ganz anderes. Wie auch immer, ich liebe es, Städte bei Nacht und beleuchtete Bauwerke zu fotografieren. Wenn dann noch Wasser drumherum ist, macht mein Herz einen Hüpfer.